Artikel: Erleben, was Geschäftsreisen einfach macht
Am 16. und 17. September 2026 sind unsere Geschäftskunden nach Frankfurt gereist und dies stand ganz im Zeichen des Verstehens und Verständnisses. Das zweite Bahn Business Expert Panel drehte sich vorrangig um die Frage, wie wir internationale Geschäftsreisen mit der Bahn stärker fördern können. Ausgangspunkt für diese Fragestellung ist ein recht großer Unterschied bei der Nutzung der Bahn für grenzüberschreitende Reisen zwischen Privatreisenden und Geschäftsreisenden. Als Ergebnis eines Workshops mit den anwesenden Travel Manager:innen zeigte sich, dass durch eine zielgruppengerechtere und emotionale Reisendenansprache, durch die Schaffung von positiven Reiseerlebnissen sowie die Ausdifferenzierung von Reiserichtlinien die internationalen Geschäftsreisen mit der Bahn gemeinsam gesteigert werden können.
Der Bahn Business Summit am Folgetag stand unter dem Motto: "Erleben, was Geschäftsreisen einfach macht". Ein besonderes Highlight war der Veranstaltungsort selbst: der IdeenzugShowroom in Frankfurt Rödelheim - ein Raum zum Erfühlen neuer Mobilitäts- und Passagierkonzepte, sowie zum Erfahren neuester Ideen und Entwicklungen im Bereich des Bahnfahrens.
Einen äußerst spannenden und vielschichtigen Impuls gab es zu Beginn durch Matthias Schultze, Managing Director des German Convention Bureau (GCB). ‚Blended Travel‘ bezeichnet dabei jede Art des Reisens, bei der Arbeits- und Freizeitanteile miteinander kombiniert werden, z.B. Workation, Co-Working und Bleisure Travel. Letzteres beschreibt die Kombination von Geschäftsreisen mit privaten Elementen, ein relevanter Fakt, denn bereits heute verlängern 42% ihre Geschäftsreise mit Freizeit. Eine Herausforderung für viele Unternehmen ist dabei, diese Reiseform und die damit verbundenen Prozesse transparent und rechtssicher zu regeln. Das stillschweigende Tolerieren von Bleisure-Reisen hingegen führt meist zu Schattenprozessen, die weder dem Arbeitgeber noch dem Arbeitnehmer nützlich sind. Matthias Schultzes‘ Appell ist jedoch eindeutig: ‚Blend it or leave it!‘ – Arbeitgeber sollten diesen Mischformen der Mobilität aufgeschlossen gegenüber stehen und dafür klare Regelungen schaffen.
Genauso beeindruckend war der Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn:
- Wie entsteht eigentlich ein Fahrplan?
- Welche Stellschrauben nutzen die Expert:innen der Fahrplangestaltung, um Anschlüsse und Reiseketten zu optimieren?
- Welche Rolle spielen Verkehrsleitung, Energieversorgung und digitale Services für ein gelungenes Reiseerlebnis?
- Woher kommt der Bahnstrom und wie gelangt er in den Zug?
- Was habe Estée Lauder, BCG und Sanofi gemeinsam?
Der Summit hat deutlich gemacht: Unsere Prozesse sind komplex.
Denn eines ist uns allen wieder einmal klar geworden: Hinter jeder Verbindung stehen Menschen, Systeme und Prozesse, die täglich daran arbeiten, Geschäftsreisen einfacher, komfortabler und klimafreundlicher (Dank Ökostrom) zu machen. Bahnfahren ist kein Zaubertrick, sondern komplexer Umgang mit Anpassungen und Optimierungen im System.
Einen Einblick gaben aber auch unsere Geschäftspartner Decathlon und CDM Smith, die gezeigt haben, wie Unternehmen Geschäftsreisen gezielt nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsziele spielerisch und konsequent zu erreichen.
Ziel des diesjährigen Summits war es, zu „Erleben, was Geschäftsreisen einfach macht“; denn diese fördern Begegnungen, Wirtschaftswachstum und Wissenstransfer. Ob dadurch auch ‚die Liebe zur Bahn geweckt oder zurückgewonnen werden kann‘ (Zitat Jan-Wolf Baake), wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass es jeden Versuch wert ist, wenn am Ende die Überzeugung steht, dass die Geschäftsreise mit Bahn Business die bessere Geschäftsreise ist und bleibt!